Lochmuster gehören zu den sehr beliebten Strickmustern, denn sie geben der Strickarbeit eine filigrane und luftigleichte Note. Insgesamt sehen Lochmuster dabei wesentlich schwieriger aus, als sie letztlich zu stricken sind, allerdings müssen für Lochmuster einige Grundbegriffe bekannt sein.

Die wichtigsten Grundbegriffe bei Lochmustern

Bei Lochmustern wird neben rechten und linken Maschen auch mit anderen Stricktechniken gearbeitet. Zu den wichtigsten Grundlagen für Lochmuster gehören dabei Umschläge, zusammengestrickte und überzogen zusammengestrickte Maschen.

a.) Umschlag. Umschläge werden gearbeitet, um eine neue Masche zu arbeiten. Bei einem Umschlag wird der Wollfaden einmal um die rechte Nadel gelegt. In der nächsten Reihe erscheint der Umschlag dann als Schlinge, die meist wie eine normale Masche abgestrickt wird.

b.) Maschen zusammenstricken. Werden Maschen zusammengestrickt, reduziert sich die Maschenzahl auf der Nadel. Dabei wird die rechte Stricknadel in mehrere Schlingen gleichzeitig eingestochen und diese Schlingen werden dann als eine Masche abgestrickt. Sollen beispielsweise 2 Maschen zusammengestrickt werden, wird die Nadel in die beiden nächsten Maschen gleichzeitig eingestochen und diese beiden Maschen werden dann als eine Masche abgestrickt.

c.) Maschen überzogen zusammenstricken. Auch bei überzogen zusammengestrickten Maschen reduziert sich die Maschenzahl auf der Nadel. Sollen 2 Maschen überzogen zusammengestrickt werden, wird die rechte Nadel nicht in die nächste, sondern in die übernächste Masche eingestochen. Diese Masche wird dann ganz normal gestrickt. Beim Ablegen der gestrickten Masche auf der rechten Nadel fällt die erste Masche auf der linken Stricknadel, die eben ausgelassen wurde, von der Nadel. Sollen 3 Maschen überzogen zusammengestrickt werden, wird die rechte Stricknadel in die 2. und die 3. Masche auf der linken Nadel eingestochen. Diese beiden Maschen werden dann als eine Masche abgestrickt und auch hier fällt die 1. Masche automatisch von der linken Nadel.

Strickanleitung für ein einfaches Lochmuster

Für die ersten Strickversuche eignet sich ein einfaches Lochmuster am besten.

einfaches Lochmuster stricken

Für das Lochmuster muss die Maschenzahl durch 4 teilbar sein plus 3 Maschen. Ein Mustersatz erstreckt sich über 8 Reihen und gearbeitet wird das Lochmuster folgendermaßen:

1. Reihe: rechts stricken

2. Reihe: links stricken

3. Reihe: bis zum Ende der Reihe werden immer abwechselnd 2 rechte Maschen gestrickt, die beiden nächsten Maschen werden zu einer rechten Masche zusammenstrickt, dann folgt ein Umschlag.

4. Reihe: links stricken

5. Reihe: rechts stricken

6. Reihe: links stricken

7. Reihe: in dieser Reihe werden immer im Wechsel 2 Maschen zu einer rechten Masche zusammengestrickt, dann folgen ein Umschlag und 2 rechte Maschen.

8. Reihe: links stricken

9. Reihe: ab der 1. Reihe wiederholen

Strickanleitung für ein anderes Lochmuster

Bei diesem Lochmuster werden neue Maschen nicht durch Umschläge, sondern durch Zunahmen gearbeitet. Für die Zunahmen wird die rechte Stricknadel in den Querfaden eingestochen, der sich zwischen der eben gestrickten und der nächsten Masche befindet. Der Querfaden wird auf die linke Stricknadel gehoben und als neue Masche abgestrickt.

Für dieses Strickmuster muss die Maschenzahl ungerade sein und ein Mustersatz erstreckt sich über 4 Reihen. Ab der 5. Reihe beginnt das Muster wieder von vorne.

Lochmuster mit Zunahmen stricken

1. Reihe: in dieser Reihe wird immer im Wechsel eine Masche als rechte Masche gestrickt und die beiden nächsten Maschen werden zu einer rechten Masche zusammengestrickt.

2. Reihe: in dieser Reihe wird eine rechte Masche gestrickt, dann wird eine neue Masche zugenommen. Dies wird bis zum Ende der Reihe wiederholt. Dadurch ist am Ende dieser Reihe die ursprüngliche Maschenzahl wieder vorhanden.

3. Reihe: in dieser Reihe werden immer zwei Maschen zu einer rechten Masche zusammengestrickt. Die letzte Masche wird als normale rechte Masche gestrickt.

4. Reihe: diese Reihe wird wie die 2. Reihe gestrickt.