Häkeln Eierwärmer: Wie ein Profi? So geht’s

Aktualisiert am von Selda Bekar

Anleitung zu Häkeln Eierwärmer
Damit die Eier auf dem Frühstückstisch künftig schön warm bleiben, häkeln wir Eierwärmer.

Eierwärmer sind einerseits ganz schön praktisch. Schließlich sorgen sie dafür, dass die Frühstückseier nicht auskühlen. Andererseits sehen die kleinen Mützchen witzig aus und können so die Tischdeko auf originelle Art ergänzen. Doch natürlich greifen wir nicht auf irgendwelche Eierwärmer zurück. Ganz im Sinne von DIY häkeln wir die Eierwärmer selbst. Das geht schnell, macht viel Spaß und ist auch für Anfänger kein Problem. Also: Besorgen Sie sich etwas Garn und eine Häkelnadel. Und dann kann es auch schon losgehen!

Handmade ist schwer angesagt. Doch natürlich kann es sein, dass Ihre letzte Handarbeit schon etwas länger zurückliegt oder Sie gerade erst dabei sind, stricken und häkeln zu lernen. Vielleicht stöbern Sie aber auch einfach nur durch kostenlose Anleitungen, weil Sie eine schöne Idee für Ihr nächstes Projekt finden möchten.

In allen diesen Fällen haben wir vielleicht das Richtige für Sie. Wir zeigen Ihnen nämlich, wie Sie schnell und einfach hübsche Eierwärmer häkeln können. Diese eignen sich prima für Anfänger und als Projekt für zwischendurch. Und nebenbei entsteht ein einmaliger Schmuck, der Ihren Frühstückstisch zum echten Hingucker macht.

Die Materialien für gehäkelte Eierwärmer

  • Häkelgarn mit einer Lauflänge von etwa 125 Metern pro 50 Gramm
  • Häkelnadel in Größe 2 oder 2,5
  • Nähnadel mit stumpfer Spitze
  • Schere
  • Bänder, Knöpfe, Federn und ähnliche Deko zum Verzieren nach Wunsch

Die fertigen Eierwärmer sind ungefähr 6 cm hoch und haben einen Umfang von etwa 16 cm. Für einen Eierwärmer reichen knapp zehn Gramm Garn aus. Deshalb können sie ruhig auch Reste verarbeiten.

Die Maschen fürs Häkeln der Eierwärmer

Wir häkeln die Eierwärmer in Runden und von oben nach unten. Dabei arbeiten wir hauptsächlich feste Maschen. Dadurch entsteht nämlich ein dichtes und kompaktes Gewebe und die Mützen im Mini-Format halten die Eier schön warm.

Die einzelnen Runden schließen wir mit Kettmaschen. Krebsmaschen sorgen für einen stabilen und zugleich dekorativen Rand. Und damit gleich beim Häkeln der Eierwärmer nichts schief geht, erklären wir noch einmal kurz, wie die einzelnen Maschen gehäkelt werden.

Luftmaschen

Die erste Schlinge können Sie mit Ihrer bevorzugten Methode bilden. Sie können es aber genauso bei einem einfachen Knoten belassen. Dafür knüpfen Sie einen lockeren Knoten ins Garn und schieben die Häkelnadel hinein. Anschließend ziehen Sie den Knoten ein wenig fest. Damit liegt die erste Schlinge auf Ihrer Nadel.

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Für die erste Luftmasche greifen Sie mit dem Haken der Häkelnadel den Faden und ziehen ihn durch die Schlinge. Bei der nächsten und allen weiteren Luftmaschen gehen Sie genauso vor. Auch hier holen Sie also jeweils den Faden und ziehen ihn durch die Schlinge auf Ihrer Nadel.

Feste Maschen

Für eine feste Masche stechen Sie mit der Häkelnadel von vorne nach hinten in eine Masche der Vorrunde ein. Nachdem Sie den Faden geholt und durch die Masche gezogen haben, liegen zwei Schlingen auf Ihrer Nadel. Nämlich die ursprüngliche Schlinge und die Masche von eben.

Diese beiden Schlingen werden nun zusammen abgemascht. Dafür holen Sie den Faden ein weiteres Mal und ziehen ihn in einem Zug durch die beiden Schlingen. So befindet sich nun eine neue Schlinge auf Ihrer Nadel. Gleichzeitig ist die feste Masche fertig.

Beim Häkeln der Eierwärmer arbeiten Sie die festen Maschen in Runden. Dabei beginnt jede Runde mit einer Luftmasche. Diese Luftmasche gleicht die Höhe aus. Nach der Luftmasche folgen feste Maschen auf die Maschen der Vorrunde. Am Ende arbeiten Sie eine Kettmasche, um die Runde zu schließen.

Damit die Eierwärmer an Umfang gewinnen, müssen Sie Zunahmen arbeiten. Dazu verdoppeln Sie die feste Masche an der jeweiligen Stelle.

Verdoppeln meint, dass Sie zuerst ganz normal eine feste Masche häkeln. Anschließend stechen Sie noch einmal in dieselbe Stelle ein und häkeln eine zweite feste Masche. Da Sie dadurch in die jeweilige Masche der Vorrunde zwei feste Maschen häkeln, erhöht sich die Maschenzahl.

Kettmaschen

Kettmaschen sind sehr flache Maschen, die optisch kaum auffallen. Bei den Eierwärmern häkeln Sie diese Maschen am Ende jeder Runde.

Für eine Kettmasche stechen Sie mit der Nadel von vorne nach hinten in die erste Masche der Vorrunde ein. Das ist hier die Luftmasche, die Sie zu Beginn der Runden häkeln. Dann holen Sie den Faden und ziehen ihn durch die beiden Schlaufen auf der Nadel.

Tipp: Wenn Sie Ihre Eierwärmer mit einem Streifenmuster häkeln möchten, wechseln Sie die Farbe schon während der Kettmasche. Dazu stechen Sie mit der Nadel in die Anfangsmasche der Vorrunde ein. Dann holen Sie den Faden in der neuen Farbe und ziehen ihn durch die Schlaufen. Anschließend häkeln Sie eine Luftmasche und danach die festen Maschen. Auf diese Weise entstehen saubere Farbübergänge ohne Treppchen.

Krebsmaschen

Mithilfe von Krebsmaschen bekommen Ihre Eierwärmer einen Rand, der einerseits stabil ist und andererseits durch den kordelartigen Look sehr schön aussieht.

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Krebsmaschen sind letztlich nichts anders als feste Maschen. Nur häkeln Sie diese Maschen gewissermaßen rückwärts, von links nach rechts. Sie stechen also nicht wie sonst in die linke Nachbarmasche ein. Stattdessen arbeiten Sie eine feste Masche in die Masche rechts neben der vorhergehenden Masche.

Eierwärmer häkeln – so geht’s

Wir haben beim Häkeln der Eierwärmer ein Baumwollgarn verwendet, bei dem mit einer Häkelnadel in Größe 2,5 etwa 22 feste Maschen und 28 Runden 10 cm ergeben.

Da wir die Eierwärmer von oben nach unten arbeiten, können Sie die Anleitung an Ihr Garn anpassen. Bei einem dünnen Garn häkeln Sie einfach mehr Zunahmen und ein paar zusätzliche Runden. Ist Ihr Garn dicker, verringern Sie die Anzahl der Zunahmen und Runden. Sie können aber auch ausprobieren, ob Sie mit einer dünneren oder dickeren Häkelnadel auf die genannte Maschenprobe kommen.

Die Häkelanleitung für die obere Hälfte

Für einen Eierwärmer häkeln Sie drei Luftmaschen und schließen diese mit einer Kettmasche zum Ring. Arbeiten Sie die Luftmaschen dabei recht locker. Denn in die Luftmaschen müssen Sie gleich mehrere feste Maschen häkeln.

Haben Sie die drei Luftmaschen mit der Kettmasche zum Ring geschlossen, geht es in Runden weiter:

1. Runde: Sie beginnen mit einer Luftmasche. Anschließend häkeln Sie acht feste Maschen in den Ring. Die Runde beenden Sie mit einer Kettmasche.

2. Runde: Nach der Anfangsluftmasche verdoppeln Sie alle Maschen der Vorrunde. In jede feste Masche häkeln Sie also zwei feste Maschen. Dann folgt wieder die Kettmasche am Ende = 16 feste Maschen.

3. Runde: In dieser Runde häkeln Sie eine feste Luftmasche und verdoppeln danach jede zweite Masche. Zum Schluss häkeln Sie noch die Kettmasche = 24 feste Maschen.

4. Runde: Nun folgt eine Runde ohne Zunahmen. Sie arbeiten somit eine Luftmasche, 24 feste Maschen und eine Kettmasche.

5. Runde: Zwischen der Luftmasche und der Kettmasche jede vierte Masche verdoppeln = 30 feste Maschen.

6. bis 8. Runde: In diesen drei Runden kommen keine neuen Maschen dazu. Sie häkeln somit eine Luftmasche, 30 feste Maschen und eine Kettmasche.

Wenn Sie möchten, können Sie jetzt ausprobieren, ob die kleine Mütze auf ein Ei passt. An Umfang kommt jetzt nämlich nicht mehr allzu viel dazu und was die Höhe angeht, ist rund die Hälfte erreicht.

Sollte Ihr Eierwärmer etwas zu klein geraten sein, fügen Sie eine weitere Zunahmerunde dazu, bei der Sie jede fünfte Masche verdoppeln. Für mehr Höhe arbeiten Sie zwei, drei Runden ohne Zunahmen.

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Die untere Hälfte vom Eierwärmer häkeln

Auch die untere Hälfte vom Eierwärmer arbeiten Sie in Runden aus festen Maschen. Und zwar so:

9. Runde: Diese Runde häkeln Sie wie die 6. Runde.

10. Runde: Zwischen der Luftmasche und der Kettmasche jede zehnte Masche verdoppeln = 33 feste Maschen.

11. bis 13. Runde: Jetzt häkeln Sie drei Runden ohne Zunahmen. Sie arbeiten also eine Luftmasche, 33 feste Maschen und eine Kettmasche.

14. Runde: Zwischen der Luftmasche und der Kettmasche jede elfte Masche verdoppeln = 36 feste Maschen.

15. und 16. Runde: Diese beiden Runden arbeiten Sie noch einmal ohne weitere Zunahmen über alle Maschen.

Ihr Eierwärmer sollte jetzt um die 6 cm hoch sein. Ist er kürzer, häkeln Sie noch etwas weiter, um auf die benötigte Höhe zu kommen.

Dann folgt der Abschluss. Dafür beginnen Sie wie gehabt mit einer Luftmasche. Anschließend häkeln Sie in jede Masche der Vorrunde eine Krebsmasche. Denken Sie hier daran, in die Gegenrichtung zu arbeiten. Sind Sie wieder am Anfang angekommen, schließen Sie die Runde mit einer Kettmasche.

Der erste Eierwärmer ist damit fertig. Sie können nun den Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen. Danach können Sie alle Fäden sauber vernähen.

Die Eierwärmer nach Wunsch verzieren

Was die Ausgestaltung der Eierwärmer angeht, können Sie sich kreativ austoben und Ihren Ideen freien Lauf lassen. Wenn Sie es eher schlicht mögen, lassen Sie die Eierwärmer einfach so, wie sie sind. Zumal je nach Garn ohnehin nicht unbedingt eine zusätzliche Dekoration notwendig ist.

Ansonsten können Sie zum Beispiel kleine Schleifen, Knöpfe, Federn oder Pailletten anbringen. Oder Sie stricken oder häkeln Blumen und andere Applikationen, die Sie an die Eierwärmer nähen. Genauso können Sie Gesichter oder Buchstaben aufsticken. Witzig sehen auch kleine Bommel aus. Dadurch erinnern die Eierwärmer an Pudelmützen im Mini-Format.

Daneben können Sie die Eierwärmer passend zur Jahreszeit gestalten. An Ostern beispielsweise können Sie aus Filz Ohren und Gesichter basteln und die Eierwärmer als Hasen präsentieren. Oder Sie fädeln ein Schleifenband durch das Gewebe und binden kleine Küken aus Holz daran fest. Zu Weihnachten ersetzen Sie die Küken dann durch Weihnachtsbäume, Nikoläuse oder Sterne.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie die Eierwärmer mit einem Griff ausstatten. Dafür befestigen Sie einen Faden an der Spitze und häkeln eine Kette aus zehn bis zwölf Luftmaschen. Dann stechen Sie noch einmal in die Spitze ein und befestigen die Luftmaschenkette mit einer Kettmasche. Durch die kleine Schlaufe lässt sich der Eierwärmer bequem herunternehmen.