Strickanleitung Zipfelmütze

Im Grunde genommen wird eine Zipfelmütze wie eine ganz normale Mütze gestrickt. Der wesentliche Unterschied liegt jedoch darin, dass die Mütze nicht am Oberkopf endet, sondern ein Zipfel gestrickt wird, der zum Ende hin immer schmaler wird. Wie lang der Zipfel dabei gearbeitet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Prinzipiell kann eine Zipfelmütze mit zwei ganz normalen Stricknadeln in Reihen gestrickt werden. Allerdings muss die Zipfelmütze dann mit einer durchgehenden Naht geschlossen werden. Schöner ist es daher, wenn die Zipfelmütze in Runden auf einer Rundstricknadel oder mit einem Nadelspiel gestrickt wird. Hier nun also eine Strickanleitung für eine Zipfelmütze, die in Runden gearbeitet wird.

Zipfelmütze Strickanleitung

1.) Zunächst muss anhand einer Maschenprobe ermittelt werden, wie viele Maschen angeschlagen werden müssen. Dazu wird die Maschenzahl, die für eine 10cm breite Kante gearbeitet werden muss, auf den benötigen Kopfumfang umgerechtet. Werden für 10cm beispielsweise 22 Maschen benötigt und beträgt der Kopfumfang 55cm, müssten für die Zipfelmütze 132 Maschen angeschlagen werden.

2.) Die Maschen werden dann entweder auf einer Rundstricknadel angeschlagen oder gleichmäßig auf die vier Nadeln eines Nadelspiels verteilt. Jetzt werden die Maschen für das Bündchen zunächst 3cm hoch immer im Wechsel als eine linke und eine rechte Masche gestrickt.

3.) Wenn die Strickarbeit 3cm hoch ist, geht es glatt rechts weiter. Da in Runden gearbeitet wird, müssen für ein glatt rechtes Strickbild ab jetzt nur noch rechte Maschen gearbeitet werden. Nun werden so viele Runden gestrickt, bis die Strickarbeit gut drei Viertel des Kopfes abdeckt.

4.) Dann wird der Zipfel gestrickt und dazu werden ab jetzt in dieser und in jeder der folgenden zweiten Runden Maschen abgenommen, damit die Strickarbeit kontinuierlich schmaler wird.

5.) Wenn die Mütze auf einer Rundstricknadel gestrickt wird, werden die Maschen in vier Gruppen eingeteilt und jeweils die beiden mittleren Maschen zu einer Masche zusammengestrickt. Wurden beispielsweise 132 Maschen angeschlagen, besteht eine Maschengruppe aus 33 Maschen und es werden 15 Maschen gestrickt, die 16. und die 17. Masche zu einer Masche zusammengestrickt und anschließend die restlichen 16 Maschen dieser Gruppe ganz normal gestrickt. Wird die Mütze mit einem Nadelspiel gestrickt, werden jeweils die beiden mittleren Maschen auf jeder Nadel zu einer Masche zusammengestrickt. Dadurch reduziert sich die Maschenzahl um vier Maschen. In der nächsten Runde werden dann alle Maschen gestrickt und in der übernächsten Runde werden wieder die beiden mittleren Maschen jeder Gruppe oder jeder Nadel zu einer Masche zusammengestrickt.

6.) Für einen sehr langen Zipfel wird nun so weitergearbeitet, bis nur noch 12 Maschen übrig sind. Soll der Zipfel kürzer werden und spitzer zulaufen, können in jeder Runde auch jeweils doppelt so viele Maschen abgenommen oder die Zwischenrunden ohne Abnahmen ausgelassen werden.

7.) Die restlichen Maschen werden dann mit einem doppelten Wollfaden zusammengezogen und wer möchte, kann nun noch einen Pompon, eine Quaste oder ein Glöckchen an der Spitze anbringen.

weites Beispiel wie man eine Zipfelmütze stricken kann: